Salzburg · Alpen · Italien · Adria

Alpe Adria.
Bis ans Meer.

Fünf Etappen, ein Regentag und 397 Kilometer von Salzburg über die Alpen bis Grado – mit Gepäck, Zelt und allem, was unterwegs dazugehört.

5Etappen
397 kmGesamtdistanz
2.710 mAufstieg
1Meer

Der echte Start

Pläne sind gut.
Wetter entscheidet.

Am Freitag ging es mit reserviertem Fahrradplatz im ICE von Mannheim nach Salzburg. Auf dem Campingplatz in Aigen war das Zelt schnell aufgebaut und der Kopf auf Start gestellt – doch am Samstag kam Dauerregen.

Kein Kilometer auf dem Tacho, dafür nasse Ausrüstung und Warten, obwohl man eigentlich loswill. Im Nachhinein gehört genau dieser Tag zur Geschichte. Ohne ihn wäre die Tour eine andere gewesen.

Regentag in SalzburgWarten gehört manchmal genauso zur Tour wie Fahren.
Fahrrad und Zelt bei Regen auf dem Campingplatz in Salzburg

Die Route

Fünf Tage
Richtung Süden.

Fahrrad vor den Alpen auf der ersten Etappe
Etappe 01

Salzburg → St. Johann

Nach dem Regentag ging es endlich los. Die erste Etappe war genau richtig, um Rhythmus aufzubauen und vom Warten wieder ins Fahren zu kommen.

64,9 km470 hm6:23 h
Zelt und Reiserad vor der Bergkulisse bei Mallnitz
Etappe 02

St. Johann → Mallnitz

Der konstante Anstieg machte die zweite Etappe deutlich anspruchsvoller. Material, Beine und Kopf mussten zusammenspielen – ab hier war die Tour wirklich im Gange.

49,8 km750 hm4:20 h
Bergpanorama mit Spiegelung im See auf dem Weg nach Villach
Etappe 03

Mallnitz → Villach

Der Wendepunkt: Man musste nicht mehr in die Tour hineinfinden, sondern war mittendrin. Der Körper hatte seinen Modus gefunden und die Strecke begann zu fließen.

84,1 km530 hm5:31 h
Radweg auf einer alten Eisenbahnbrücke mit Tunnelportal im Kanaltal
Etappe 04

Villach → Udine

Die längste Etappe: 139 Kilometer verlangten Konstanz, Fokus und Durchhaltevermögen. Gleichzeitig öffnete sich die Landschaft und Italien rückte mit jedem Kilometer näher.

139 km890 hm7:36 h
Fahrrad an der Adriaküste bei Grado
Etappe 05

Udine → Grado

Flach, schnell und mit einem völlig anderen Charakter. Dann war plötzlich das Meer da – kein lauter Zielmoment, sondern das ruhige Gefühl, wirklich angekommen zu sein.

59,1 km70 hm3:20 h
Fahrrad am Hafen von Grado

Fazit

Die Linie ist nicht die Tour.

Der Alpe-Adria-Radweg lebt von den schönen Abschnitten – aber genauso von den Momenten dazwischen. Der Regentag in Salzburg war ebenso Teil der Reise wie die Ankunft am Meer.

Eine Tour ist nicht nur die Linie auf der Karte. Sie ist alles, was unterwegs passiert, auch dann, wenn man gerade nicht fährt.